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»Alle Nähe fern«
André Herzberg

André Herzberg erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Großvater Heinrich hatte es vom einfachen Lederhändler zum mittelständischen Unternehmer gebracht, pflegte ein deutsch-nationales Weltbild. In buchstäblich letzter Sekunde gehen er und seine Frau ins Exil. Den Sohn Paul haben sie schon vorher nach England in Sicherheit gebracht. Nach dem Krieg geht Paul als überzeugter Kommunist in die DDR, verdrängt dort seine Religion, lebt »bescheiden« als ranghoher Funktionär. Sein Sohn, der Erzähler des  Romans, wird nach einer schwierigen Kindheit Sänger, durchlebt nach dem Mauerfall eine existenzielle Krise und findet nach langem Suchen zum Judentum  und zu sich selbst…
Lakonisch und bildgewaltig erzählt Herzberg von der generationsübergreifenden lebenslangen Sehnsucht nach Bindung und  Zugehörigkeit: zu einem Land, zu einer Partei, zu einer Familie. Und von Fremdheit zwischen Vätern und Söhnen.
André Herzberg wird die Lesung  musikalisch untermalen.

ANDRÉ HERZBERG, 1955 in Ostberlin geboren, ist seit über 30 Jahren Musiker und vor allem als Frontmann und Sänger der DDR-Rockband Pankow berühmt geworden. Seine Familie lebt heute in Afrika, England und Deutschland. Von Herzberg erschienen bisher eine Erzählungssammlung und der autobiografische Roman »Mosaik«. Mehr infos: www.andreherzberg.de


LESUNG MIT MUSIK
Mi 7. Dezember 2016 | 19 Uhr

Jüdische Gemeinde zu Berlin | Großer Saal
Oranienburger Straße 29 | 10117 Berlin
Eintritt: 10,-/8,-

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»Mischpoke! Ein Familienroman«
Marcia Zuckermann

Samuel Kohanim, Oberhaupt einer der ältesten jüdischen Familien im westpreußischen Osche, ist durchschnittliches Unglück gewöhnt. Seine Frau gebar ihm sieben Mädchen, die »sieben biblischen Plagen«, die die väterliche Geduld strapazieren. Nach den Erschütterungen des Ersten Weltkrieges sucht die Familie Zuflucht in Berlin, wo die eine Tochter in gehobene Berliner Kreise einheiratet, während die andere fortan im »Roten Wedding« wohnt. Auch eine christliche Freundin der Familie hat es in die Hauptstadt verschlagen.
Im Laufe der 1930er - Jahre verbindet sich deren Schicksal endgültig mit jenem der Familie Kohanim, deren Stammbaum die unterschiedlichsten Triebe ausbildet, jüdische wie nichtjüdische, nationalistische wie  kommunistische… Marcia Zuckermann hat einen großartigen Familienroman in bester Tradition jüdischer Erzählkunst geschrieben, ein einzigartiges Lesevergnügen.

MARCIA ZUCKERMANN wurde 1947 in Berlin geboren. Ihr jüdischer Vater überlebte das KZ Buchenwald, ihre protestantische Mutter war Kommunistin und im Widerstand aktiv. 1958 musste die Familie als Dissidenten aus der DDR fliehen. In West-Berlin absolvierte Zuckermann eine  Ausbildung als Werbewirtin im Verlagswesen und wurde zur Mitbegründerin und Geschäftsführerin einer bis heute erfolgreichen Berliner Zeitschrift.


BUCHVORSTELLUNG
Do 15. Dezember 2016 | 19 Uhr

Jüdisches Gemeindehaus | Kleiner Saal
Fasanenstraße 79–80 |10623 Berlin

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Liebe Besucher unserer Volkshochschule,

wir freuen uns, Ihnen wieder ein spannendes Programm vorstellen zu können.

Ende Oktober beleuchten Dogan Akhanli und Mona Yahia, begleitet von Nare Karoyan am Klavier, mit ausgewählten Texten den Völkermord an den Armeniern sowie Flucht und Vertreibung. Im Kontext Flucht und Vertreibung steht auch der neue Roman von Michel Bergmann » Weinhebers Koffer«, der damit, beginnt, dass der Schriftsteller Leonhard Weinheber nach Berufsverbot und Schikanen gezwungen ist, 1939 Nazideutschland zu verlassen und sich auf ein Schiff nach Palastina begibt.

Marcia Zuckermann erzählt in ihrem Familienroman »Mischpoke!« die Geschichte einer westpreußischen jüdischen Familie, die nach dem I. Weltkrieg nach Berlin zog, um hier ein neues Leben zu beginnen.

Im November laden wir Sie zur Premiere des Films »Die Goldberg-Papiere « von Leif Allendorf ein. Geschildert wird das Leben eines in Vergessenheit geratenen Erfinders: Emanuel Goldberg, auf dessen Erfindungen unsere heutige Foto,- Film- und Informationsverwaltung beruht.

Ein weiteres Highlight unseres Semesterprogramms ist ein Rundgang auf Europas größtem jüdischem Friedhof in Berlin-Weißensee und eine damit verbundene Buchvorstellung der Autoren Nicola Vösgen und Hans-Jürgen Mende, die herausragende Grabmäler und auf diesem Friedhof bestattete Persönlichkeiten vorstellen.

Mit einem André-Herzberg-Abend und einem Konzert mit Josef Gofenberg & Chor wenden wir uns an unsere Musikliebhaber. Herzberg, Sänger der Ostberliner Rockband Pankow, erzählt die Geschichte seiner jüdischen Familie über drei Generationen und wird den Abend auch selbst musikalisch umrahmen. Josif Gofenberg & Chor werden jiddische und hebräische Lieder ihrer neuen CD präsentieren.

Über »Sex und Judentum« wird im Januar zu diskutieren sein, wenn der Schauspieler und Regisseur Gerhard Haase-Hindenberg zu seinem Vortrag in das Gemeindehaus einlädt.

Mit der Bitte, auch unser umfangreiches Kursprogramm zu beachten, hoffen wir, mit diesem vielfältigen Programm Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Sie!


Ihre Sara Nachama                                                    Ihr Ilan Kiesling
Kulturdezernentin und stellvertretendes                       Leiter Kommunikation und kommissarischer Leiter
Mitglied des Vorstands der                                         der Jüdischen Volkshochschule Berlin
Jüdischen Gemeinde zu Berlin





 

 














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2. Trimester 2016. Programm

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